von Ulrike Peter |   Aktuelles

Geringere Wärmeverluste beginnen bei der Gebäudehülle

Tendo Außenansicht

Warum die Luftdichtheit für den Wärmebedarf und den Wohnkomfort wichtig ist.

Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher stehen bei vielen Bauinteressierten im Fokus. Für den Wärmebedarf eines Hauses ist jedoch auch die Ausführung der Gebäudehülle entscheidend. Eine fachgerecht hergestellte luftdichte Ebene begrenzt den unkontrollierten Luftaustausch und damit verbundene Wärmeverluste. Fingerhut Haus erläutert, welche Funktion die Luftdichtheit erfüllt und wie sie im Rahmen der Qualitätssicherung überprüft wird.

„Eine moderne Heiztechnik sollte immer gemeinsam mit der Gebäudehülle betrachtet werden. Dämmung, Fenster, luftdichte Ebene und Heiztechnik müssen aufeinander abgestimmt sein, damit der berechnete Wärmebedarf des Gebäudes erreicht werden kann“, erklärt Holger Linke, geschäftsführender Gesellschafter der Fingerhut Haus GmbH.

Eine fachgerecht ausgeführte luftdichte Gebäudehülle begrenzt den unkontrollierten Austausch von Innen- und Außenluft. Dadurch können Wärmeverluste und Zugerscheinungen reduziert werden. Zugleich soll die luftdichte Ebene verhindern, dass feuchte Raumluft unkontrolliert in die Bauteile gelangt und dort kondensiert.

Die erforderliche Frischluftversorgung erfolgt unabhängig davon durch ein auf das Gebäude abgestimmtes Lüftungskonzept – beispielsweise über Fensterlüftung oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung.

Luftdichtheit auf dem Prüfstand

Zur Überprüfung der Luftdichtheit setzt Fingerhut Haus den sogenannten Blower-Door-Test ein. Bei diesem Differenzdruck-Messverfahren wird die Luftdurchlässigkeit des Gebäudes unter festgelegten Druckverhältnissen ermittelt. Dabei können Leckagen lokalisiert und vor Abschluss der Arbeiten gegebenenfalls nachgebessert werden.

Das Messergebnis wird dokumentiert und mit den für das jeweilige Bauvorhaben geltenden Anforderungen verglichen. Maßgeblich sind der vertraglich vereinbarte Gebäudestandard, das Lüftungskonzept und die einschlägigen technischen Vorgaben.

„Viele für die Ausführung wichtige Anschlüsse sind nach Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr unmittelbar sichtbar. Deshalb prüfen wir die Luftdichtheit während der Bauphase. Die Messung zeigt, ob die für das konkrete Gebäude geltenden Anforderungen erreicht werden und ob gegebenenfalls Nacharbeiten erforderlich sind“, sagt Holger Linke.

Für die Gebäudehülle setzt Fingerhut Haus das ThermLiving-Konzept ein. Der Wandaufbau umfasst Konstruktionsvollholz, eine luftdichte Ebene sowie ein diffusionsoffenes Wärmedämmverbundsystem mit einer 100 Millimeter starken Holzweichfaserdämmplatte. Die einzelnen Schichten und Anschlüsse werden entsprechend der Planung des jeweiligen Gebäudes ausgeführt.

Welche Anforderungen an die Luftdichtheit und den Wärmebedarf gelten, hängt von der konkreten Planung, der technischen Ausstattung und dem vereinbarten Gebäudestandard ab. Die Ergebnisse der Messung werden für das jeweilige Bauvorhaben in einem Prüfprotokoll festgehalten.

punctum pr-agentur

 

Ulrike Peter
Ulrike Peter
Geschäftsführerin punctum pr-agentur GmbH
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