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Fingerhut Haus und FLY & HELP fördern erfolgreich Bildung mit Vorschule in Burundi

Burundi, einer der kleinsten Staaten Afrikas, wurde 2015 vom Internationalen Währungsfonds zum ärmsten Land der Welt erklärt. Aufgrund fehlender Einrichtungen konnten in den Jahren nach dem Bürgerkrieg nur ca. 7% aller Kinder in Burundi eine Vorschule besuchen. Fingerhut Haus (www.fingerhuthaus.de) und die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP (www.fly-and-help.de) errichteten daher im Jahr 2018 ein Vorschulgebäude in Gatumba (Bujumbura) und ebneten Kindern den Weg aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben. Holger Linke, geschäftsführender Gesellschafter bei Fingerhut Haus, verschaffte sich aktuell vor Ort einen Überblick über den Fortschritt des Projektes. Im aktuellen Schuljahr 2019/20 sind 76 Kinder eingeschrieben. Die Einrichtung erweist sich für die Kinder als unabdingbare Basis für ihre spätere Leistung in der Grundschule.

„Bildung ist für alle da“ – ein Menschenrecht. Doch Entwicklungsgebieten wie Burundi fehlt es an finanziellen Mitteln, um aus eigener Kraft Schulen aufzubauen und Wissen zu fördern. Die Folgen des Bürgerkriegs von 1993 bis 2005 sind bis heute zu spüren. 75 Prozent der Einwohner gelten als unter- bzw. mangelernährt. Ihnen fehlt die nötige Bildung, um aus den desolaten Zuständen ausbrechen zu können. Gerade in Bujumbura, eine der am dichtesten bevölkerten Regionen in Burundi, ist der Bedarf nach ausreichend Schulen groß, um Bildung zu fördern. 

FLY & HELP und Fingerhut Haus legen Bildungsfundament
Fingerhut Haus realisierte gemeinsam mit der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP den Bau eines Vorschulgebäudes mit vier Klassenzimmern in Gatumba/Bujumbura. Mitte Oktober 2018 konnte die Vorschule fertiggestellt werden. Wurden im ersten Schuljahr 43 Kinder gezählt, so sind im aktuellen Schuljahr 2019/20 bereits 76 Kinder eingeschrieben – mit gleichem Anteil von Mädchen und Jungen. Die Kinder sind entsprechend ihres Alters in drei Vorschulklassen aufgeteilt.

Holger Linke, geschäftsführender Gesellschafter bei Fingerhut Haus, hat die Vor-schule jüngst besucht. Er erklärt: „In den Kriegszeiten haben sich in Gatumba viele Flüchtlinge angesiedelt, was die örtlichen Kapazitäten in den Bildungseinrichtungen geradezu sprengte. Der Bau der Vorschule war daher existenziell und wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Es gelingt uns, in der Einrichtung ein gutes Bildungsniveau zu vermitteln. Die Vorschulkinder werden später wesentlich bessere Chancen haben, in der Grundschule mitzuhalten. Bislang war Gatumba in Bildungsfragen eine eher vernachlässigte Region.“

Französischunterricht für bessere Chancen in der Arbeitswelt
In der Vorschule in Gatumba werden keine Schulfächer im herkömmlichen Sinne angeboten, dies ist weiterführenden Schulen vorbehalten. Die Kinder lernen stattdessen mit Gedichten, Tänzen und Liedern spielerisch Französisch. Holger Linke sagt: „Französisch ist offizielle Amtssprache in Burundi. Für die Kinder und Jugendlichen ist es daher besonders wichtig, Französisch zu erlernen. Die Beherrschung der Amtssprache verbessert ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt später erheblich. Wir arbeiten aus diesem Grund vor Ort mit Burundikids e.V. zusammen. Die Organisation legt großen Wert darauf, an ihren Schulen Französisch zu fördern.“ 

Die Schüler lernen außerdem zu zählen und erste Buchstaben zu schreiben. Auch Wissen über Tiere und Umwelt wird spielerisch vermittelt. Am Ende eines jeden Trimesters erhalten sie anstelle von Noten eine Beurteilung für die Eltern. 

Gatumba (Bujumbura) als eines von mehreren Projekten
Holger Linke fühlt sich bestätigt: „Der Besuch in Gatumba hat mir gezeigt, dass unsere Strategie erfolgreich und von hoher Nachhaltigkeit geprägt ist. Der Neubau war dringlich, um mehr Vorschulplätze zu schaffen und das Bildungsniveau der einheimischen Kinder anzuheben. Gerade mit dem gesetzten Schwerpunkt auf Erlernen der französischen Sprache erweist sich die Vorschule als perfekte Grundschul- und Berufsvorbereitung.“

Das Projekt in Burundi/Bujumbura ist bereits das vierte Projekt, an dem Fingerhut Haus beteiligt ist. Ähnliche Hilfsprojekte unterstützte das Unternehmen bereits in Tansania/Nyambiti (2015), Guatemala/El Adelanto (2016) sowie in Kenia/Kombani (2019).
 


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